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23.10.2018, 15:17 Uhr
Glaubwürdigkeit des Straftäters Gebhardt stets hinterfragen
Kreisvorsitzender Chris Schulenburg äußert sich zu der Befragung von Holger Gebhardt
 

 

Der Kreisvorsitzende der CDU Stendal, Chris Schulenburg, zur Befragung am 19. Oktober 2018 im parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) von Holger Gebhardt:

 

Der wegen Wahlfälschung verurteilte Straftäter Holger Gebhardt ist seit Herbst 2017 inhaftiert und sitzt seine Haftstrafe ab. Er hat mehrfach und nachweislich gelogen, er hat Freunde, Mitarbeiter, Arbeitskolleginnen und -kollegen, Fraktionsmitglieder im Stadtrat und Kreistag usw. ungeniert beschwindelt.

 

Seit 2014 bis zum Gerichtsverfahren 2017 hatte Gebhardt sich mehrfach öffentlich verteidigt und wiederholt erklärt, dass er keine Wahl gefälscht hätte. Mit einer unglaublichen Rücksichtslosigkeit belog er über mehrere Monate Mitglieder der CDU und auch nach direkten Befragungen beteuerte er immer wieder, dass die Anschuldigungen gegen ihn nicht gerechtfertigt sind.

 

Das Urteil des Gerichtes ist bekannt: 2 ½ Jahre Haft wegen Wahlbetrugs und Urkundenfälschung.

 

Auch während des Gerichtsverfahrens Januar 2017 wurde er schnell der Lüge überführt: In einer Verhandlungspause habe Gebhardt angeblich mitangehört, wie der Ex-Mitarbeiter der Volksstimme, Marc Rath, sich mit dem Zeugen Florian M. über „das Geld“ unterhalten hätte, dass wohl zugunsten M.s aus Raths Tasche geflossen sei. Daraufhin soll Rath erwidert haben, dass das eine dreiste Lüge sei, so der Bericht des MDR.

 

Und: Ein Ermittlungsverfahren wegen angeblicher Urkundenfälschungen und Versicherungsbetrugs im Zeitraum von 2012-2016 von mehr als 100.000 Euro Schaden läuft derzeit noch gegen Gebhardt.

 

Nach der Befragung des Straftäters Gebhardt im parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) und seinen skurrilen Aussagen zogen einige Fraktionen eine spektakuläre Bilanz: Die Linken sprachen davon, dass der Zeuge insgesamt sehr gefasst, konzentriert und widerspruchsfrei wirkte.

 

Für die AFD hinterließ er einen gefestigten Eindruck und man halte ihn für sehr glaubwürdig. Also ein Musterzeuge wie er im Buche steht? Ein verurteilter Krimineller soll also glaubwürdiger sein als alle anderen, die er ohne Beweise an den Pranger stellt?

 

Ich bin der Auffassung, dass vor dem Hintergrund der vielen nachgewiesenen Unwahrheiten von Holger Gebhardt in der Vergangenheit, die Glaubwürdigkeit des Zeugen nicht hofiert werden sollte. Es ist die Frage zu stellen: wie glaubwürdig ist Holger Gebhardt? Sämtliche subjektiven Aussagen des Straftäters sollten mit objektiven Beweisen abgeglichen und bewertet werden.

 

Ich habe als Kreisvorsitzender der CDU Stendal die Berichterstattung über den PUA zum Anlass genommen, sofort mit den durch den Straftäter Gebhardt beschuldigten Personen Kontakt aufzunehmen und sie dazu zu befragen:

 

Herr Schmotz hat gestern in der Kreistagsfraktion vor den anwesenden Mitgliedern erklärt, dass er an diesem besagten 03. Juli 2014 Gebhardt weder abgeholt hat, noch mit ihm in Stendal zum Essen war.

 

Nachdem es Herr Kühnel in der Vergangenheit mehrfach im Kreisvorstand und einzelnen Mitgliedern erklärt hatte, bestätigte er nun nochmals – diesmal schriftlich - dass er "keine Kenntnis von einem Ordner habe, mit dem eine Wahlfälschung begangen werden könnte" und ferner "habe er niemanden zur Fälschung von Wahlen angestiftet". Auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und Herr Güssau haben die Existenz dieses „Ordners“ verneint.

 

Ich habe immer betont, dass ich mich schützend vor die Mitglieder der CDU stelle, was ich an dieser Stelle noch einmal bekräftigen möchte. Den Betroffenen habe ich geraten, dass sie sofort juristisch gegen Verleumdungen vorgehen sollen.